Programme für den Nokia 9000/9110 Communicator

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Von dieser Seite kann man, soweit möglich, die aktuellen Versionen meiner Programme für den Nokia 9000/9110 Communicator herunterladen. Neue Versionen werden jeweils zuerst hier verfügbar sein.

Mit der AOS-Seite kann man die Anwendungen auch direkt auf den Communicator installieren, indem man die URL http://www.mgroeber.de/aos.htm mit dem eingebauten Browser aufruft.

Die Anwendungen von der Original-CD und die Software zum Verbinden mit dem PC gibt es weiterhin auf Nokias Support-Seite.

Andere Links (deutsch):


TALX - Sprachsynthese für das 9110

Wer Interesse an etwas ungewöhnlichen Anwendungen für den Communicator hat, findet vielleicht das Projekt TALX ganz originell, das Torsten Brand und ich im Jahr 2001 entwickelt haben. Es verfolgt das Ziel, praktisch alle Funktionen eines Mobiletelefons und PDAs für Blinde nutzbar zu machen, indem die normale Benutzerführung durch Sprachausgabe ergänzt wird. Das 9110 war dafür besonders gut geeignet, weil es komplett über die Tastaur bedient werden und beliebige Programme ablaufen lassen kann (aber das ist für Leser dieser Seiten ja keine Überraschung :-)).

Unterstützung für die Casio Wrist Camera

WQV-1 Casios WQV-1 Wrist Camera (ebenso wie die dazu kompatible WQV-2) ist die erste Digitalkamera, die man im eigentlichen Sinne als "wearable" bezeichnen könnte. Damit ist sie eine gute Ergänzung zum Nokia Communicator, denn obwohl die Auflösung mit 120 mal 120 Pixeln und 16 Graustufen recht gering ist, eignen sich die Bilder gerade deshalb sehr gut für den Email-Versand per GSM oder als Grafiken in der Kontaktdatenbank. Viele Beispielbilder gibt es z.B. hier zu bewundern.

Hinweis:Dieses Programm läuft nicht mit der neuen Farbversion, die Casio unter der Bezeichnung WQV-3 anbietet. Zum Glück ist das auch nicht mehr erforderlich, da die WQV-3 das Protokoll "IrTranP" benutzt, wenn man die Option "Ircomm->Send others" wählt. Damit ist sie kompatibel zum Programm "Verbindung zur Digitalkamera" von Nokia; außerdem funktioniert die Uhr deshalb auch problemlos mit dem 9210. [Danke an Simon Laburda für den Hinweis.]

Um das Programm so einfach wie möglich zu halten, lädt es immer das zuletzt aufgenommene (bzw. mit "Play" angesehene) Bild von der Uhr. Sobald das Bild auf dem Communicator angekommen ist, kann es im Ordner "Empfangene Dateien\Bilder zu Kontakteinträgen" als JPEG abgespeichert werden. Auf Wunsch wird es dabei beschnitten, um es an das ideale Seitenverhältnis eines Kontaktfotos anzupassen.

Danke an Daniel Plakosh für den Hinweis auf die Ähnlichkeit zwischen dem Kameraprotokoll und den IrDA-Frames.

Nach dem Vorbild der Nokia-eigenen Zusatzprogramme für Digitalkameras erscheint die Applikation auf "System"-Bildschirm.

Pick-a-pic

"Pick-a-pic" erlaubt es, eine Grafik im Format GIF oder JPEG auszuwählen und als Textschnipsel in die Zwischenablage zu kopieren. Anschließend kann mit Ctrl-V in die Textverarbeitung des Communicators einkleben, was for allem für Ausdrucke und Faxe mit mehren Grafiken auf einer Seite praktisch ist. Eine denkbare Anwendung ist z.B. das Einfügen einer Unterschrift unter einem Fax an einer freidefinierbaren Stelle.

Anmerkung: wird ein Dokument per SMS oder Mail verschickt, werden die Bilder nicht übernommen, ebensowenig bleiben sie beim Transfer eines Textes auf den PC erhalten (genau wie sonstige Formatierungen).


Advanced PPP Settings

[Aktuell: Version 1.1] Mit dieser Version kann ein externes Modem auch dann benutzt werden, wenn die Telefon-Seite abgeschaltet oder kein Netz verfügbar ist (nach einer Idee von Bernd Wagner). Die Prüfung wird aber erst nach dem nächsten Neustart (Batterie entfernen) deaktiviert.

Dieses Programm (eine Art "PPP Powertoys") erlaubt das Verändern einer Reihe von Einstellungen für die PPP-Einwahl, die ansonsten nur mit dem INI-Datei-Editor aus dem SDK zugänglich wären. Insbesondere können damit zwei nützliche Funtkionen aktiviert werden:

Das Programm installiert sich unter dem System-Menü. Nach Installation und Start des Programms kann über die Hilfe/Info-Taste eine Anleitung und eine Liste nützlicher Tips aufgerufen werden (auf englisch).

Weitere Informationen (ebenfalls englisch) zu diesem Programm gibt es in der FAQ von YAWS.

Einfacher INI-Editor

Dieses Programm ist ein einfacher Ersatz für den INI-Editor von Nokia, den es nur mit dem SDK gibt. Es erlaubt nur das Anzeigen und Editieren von bekannten Einträgen, nicht aber das Durchblättern aller Einträge in der INI-Datei. Damit eignet es sich vor allem dafür, "Hacks" aus dem Internet anzuwenden - und es darf frei kopiert werden. :-)

Um den Wert eines INI-Eintrags zu zeigen, muß die "Kategorie" und der "Schlüssel" eingegeben werden. Die Auswahl von "Edit" öffnet einen Dialog mit dem aktuellen Wert, in dem er auch verändert werden kann. "OK" bestätigt die Änderung, "Abbrechen" ignoriert sie.

Mit "Löschen" wird der Eintrag aus der INI-Datei entfernt und der Standardwert im ROM wieder aktiviert.

Das Programm installiert sich unter dem System-Menü.

Hinweis: Mit so einem Programm kann man sein Telefon ganz schön durcheinanderbringen, wenn man nicht weiß, was man tut. Wenn einem die Daten auf dem Telefon also irgendwas wert sind, sollte man immer ein Backup griffbereit haben...

Geo Raycast-Demo für den Communicator

Eine 3D-Grafikdemo unter Geos. In diesem Programm kann man durch ein Labyrinth aus Wänden laufen, das aus der Perspektive des Spielers dargestellt wird. Das Programm basiert auf einer Mac-Version von Stefan Becker, die zuerst in c't 2/96 veröffentlicht wurde.

Der Quellcode ist auf der allgemeinen Geos-Seite zu finden.

LOLA - Little Operator Logo Assistant

LOLA erlaubt es auch dem 9110, Grafik-SMS für die Übertragung von Netzlogos und Anrufer-Grafiken zu verschicken, ohne einen PC benutzen zu müssen. Auch das Senden und Empfangen von Picture SMS (wie z.B. vom 3210 bekannt) wird mit LOLA möglich.

Anmerkung: Wie man sieht, ist das die gleiche Idee, die auch hinter Graphic Point von Arto Holopainen steckt. GP bietet bereits wesentlich mehr Funktionen; der Hauptgrund, warum ich LOLA trotzdem zum Download freigebe, ist einfach, daß ich es nicht auf meiner Festplatte verschimmeln lassen wollte, nachdem es sowieso schon fast fertig war... größere neue Features wird es aber nicht mehr geben.

Ein besonderer Dank geht an Dan Elgaard für das LOLA-Icon. :-)

RT24CONV - komprimierte WAV-Files auf dem 9110

Der Sprachrecorder des Nokia Communicator verwendet das RT24-Format von Voxware, um aufgezeichnete Texte zu speichern. Dieses Format ist auf die Kompression gesprochener Sprache ausgerichtet und erreicht mit 2400 bit/s eine sehr hohe Kompression. Dafür ist es für die Kompression anderer Audiodaten, vor allem von Musik, völlig ungeeignet. Bislang war dieses Format nur sehr eingeschränkt nutzbar, da es nur auf dem Communicator erzeugt werden konnte, wobei die Aufzeichnung auch noch auf 30 Sekunden pro Datei begrenzt ist.

RT24CONV ist ein Kommandozeilen-Programm für den PC, das RT24-WAV-Dateien aus anderen Quellen so modifiziert, daß sie auch auf dem Communicator abgespielt werden können. Am einfachsten kann man WAV-Files unter Win 95 per RT24 komprimieren, wenn man den entsprechenden Codec (z.B. aus Netscapes CoolTalk-Programm) installiert und die Originaldatei dann einfach im Audiorecorder im entsprechenden Format abspeichert.

Damit ist es möglich, auf dem Communicator in einem Megabyte fast eine Stunde an Sprache abzulegen. Außerdem werden komprimierte WAV-Dateien selbst als Anhänge an Mails denkbar (z.B. von einem "unified messaging"-System).

Anmerkung: auf dem Communicator ist die Wiedergabe komprimierter Dateien weiterhin auf 64k (komprimiert) begrenzt, was ungefähr 3:30 min Sprache entspricht. Außerdem sei noch einmal betont, daß dieses Programm nicht in der Lage ist, beliebige WAV-Files zu komprimieren, sondern nur bereits im RT24-Format vorliegende Dateien für den 9110 anpaßt.

Quellcode ist enthalten, nähere Infos stehen in README.TXT (englisch).

SAME für den Nokia Communicator

Same ist ein einfaches Strategiespiel, das man vielleicht am besten als ein etwas weniger hektisches Tetris beschreiben könnte... Ziel des Spiels ist es, alle Steine durch Auswählen mit dem Cursor verschwinden zu lassen. Allerdings kann man einen Stein nur entfernen, wenn er mindestens einen Nachbarn der gleichen Farbe hat (oben, unten, rechts, links, aber nicht diagonal). Entstehende Löcher werden gefüllt, indem Steine von oben und ggf. von links nachrücken.

(Die Geos-Version von Same ist eine Koproduktion von Dirk Lausecker, Jens-Michael Groß, Gerd Börrigter, Jirka Kunze, Jörg Polzfuß, Marcus Gröber und Falk Rehwagen - in der Reihenfolge der Fotos unter "About"...)

VNC-Client für Geos

VNC Logo Dieser VNC-Viewer für Geos erlaubt es, einen zweiten Rechner fernzusteuern, auf dem eine Version des VNC-Servers läft (z.B. unter Windows 95, 98, NT, Unix mit X-Windows, Macintosh, Acorn RISC OS). Dazu wird nur ein Nokia 9000/9000i/9110 benötigt, der mit dem Rechner über TCP/IP verbunden ist (typischerweise via PPP-Einwahl ins Internet). VNC ist eine Entwicklung des ORL (Olivetti & Oracle Research Laboratory), das inzwischen zu den AT&T Laboratories Cambridge gehört. Die Homepage von VNC gibt es hier.

Das folgende Bild zeigt, wie ein Windows 95-Desktop auf dem Communicator aussieht:

(Dieses Programm habe ich zuerst 1998 auf dem Usertreffen in Basel vorgeführt.)

WOATEST: Unterstützung für D2-SpeedProxy/WebOnAir

Das WebOnAir-Paket von Ericsson (früher bei D2 privat als "D2-SpeedProxy" im Einsatz) bereitet über einen Proxy-Server HTML-Seiten für mobile Endgeräte auf (typischerweise ein Laptop an einem Handy). Webseiten werden auf drei verschiedene Weisen gefiltert:

  1. Entfernen von "unnötigem" HTML (JavaScript, Kommentare usw.)
  2. Verringern von Qualtiät und Größe bei Grafiken
  3. Komprimieren der HTML-Daten für die Übertragung

Für die dritte Funktion muß vom Benutzer eine spezielle Software auf dem Endgerät eingesetzt werden, die für den Communicator nicht verfügbar ist und vermutlich kaum realisiert werden kann, ohne den WWW-Browser noch weiter zu verlangsamen. Im Gegensatz dazu lassen sich die beiden ersten Filterfunktionen einfach dadurch aktivieren, daß man den Proxy-Server beim Anfordern einer Seite darum bittet.

WOATEST erlaubt das Aktivieren eines auf den Communicator angepaßten Profils bei einem WebOnAir-Proxy. Dieses Programm ist also nur wirksam, wenn der Internet-Provider tatsächlich WebOnAir verwendet. Andere Proxys ignorieren die Einstellungen schlichtweg.

Neben der Installation dieses Programms muß in den Einstellungen für den WWW-Browser auf dem Communicator noch der WebOnAir-Server als Proxy eingestellt werden. Für das deutsche D2-Netz sind diese Einstellungen schon auf dem Hauptbildschirm angegeben.

Ich betrachte diese Programm eher als eine Art "proof of concept", da der Gewinn an Geschwindigkeit hinter dem zurückbleibt, was man mit einem echten WebOnAir-Client erreichen würde. Für Seiten mit zu viel "modernen" HTML-Tricks kann es aber schon eine Erleichterung bieten, indem es die zu ladenden Dateien und Grafiken etwas verkleinert.